Das Softwarepaket besteht neben der Java-Laufzeitumgebung aus zwei Komponenten.

1. FileSender  versendet DICOM-Daten über dicom oder https, z.B. direkt an einen Dicom-Knoten in einem erreichbaren PACS System (dicom) oder einen CTP-Server in einer anderen Praxis (dicom oder https).

2. CTP-Server empfängt auf Port 26131 (dicom) oder 26130 (https) DICOM-Daten und speichert die Bilder in Unterverzeichnissen nach Institution\PatientName ab.
Optional kann der CTP-Server die Bilder auch an einen DICOM-Knoten weiterreichen, was ein PACS sein kann.
Optional informiert der CTP-Server per E-Mail über eingegangene Bilder.

Die Software funktioniert in der Grundeinstellung eben ohne jegliche Veränderungen oder Einstellungen an der vorhandenen Softwareumgebung. Falls der Benutzer ad hoc einen DICOM-Knoten im PACS anlegen kann, könnte er die Bilder direkt versenden, ohne den FileSender zu benutzen. In der Regel kann der Anwender das aber nicht.

In dem einfachsten Szenario laufen die beiden Aufgaben Senden und Empfangen folgendermaßen ab:

Senden:
Die Studien werden aus dem PACS in ein Verzeichnis, auf das der FileSender zugreifen kann, exportiert. Die Studien werden dann mit dem FileSender aus diesem Verzeichnis geladen und versendet.

Empfangen:
CTP-Server empfängt Bilder und speichert diese in einem Verzeichnis strukturiert nach Institution/PatientName ab. Mit einem speziellen Tool werden die Bilder in das PACS importiert.

Optional:
Wie bereits erwähnt, kann der CTP-Server die Daten auch gleich in ein PACS schreiben.

Falls das Exportieren aus dem PACS unklar oder aufwändig ist, könnte man auch einmalig den eigenen CTP-Server als DICOM-Knoten definieren und die Studien aus dem PACS an diesen senden. Dazu würde man einfach eine weitere „Pipeline“ definieren. Der Begriff wird klar, wenn installiert und konfiguriert wird.

Für den internen Gebrauch ist der CTP-Server zudem hilfreich, wenn es darum geht, Sonografien zu anonymisieren, also die Patienteninformationen aus den Bilddaten zu entfernen. Dazu gibt es einen DicomPixelAnonymizer. Man sendet die Sono-Bilder an seinen eigenen CTP-Server auf Port 26230, damit das läuft.